Beschreibung:
House of Pain (2025) ist eine programmierte, zufallsgesteuerte Endlos-Präsentation von Tim Nebel, die eine Hausfassade mit neun einsehbaren Fenstern zeigt. Hinter den Fenstern befinden sich unterschiedliche Innenräume mit wechselnden Personen, Gegenständen und Situationen.
Die Bilder wechseln nicht nach einer festen Abfolge. Einzelne Vorhänge schließen sich für unterschiedliche Zeiträume. Während ein Vorhang geschlossen ist, tauscht das Programm das dahinterliegende Bild aus. Erst danach wird der Blick in den Raum wieder freigegeben. Welche Fenster sich schließen, wie lange sie geschlossen bleiben und welche Bilder anschließend erscheinen, wird durch Zufallsfunktionen bestimmt.
Das verwendete Bildmaterial wurde mit KI erzeugt. Grundlage dafür ist ein eigens entwickelter Zufalls-Prompter. Dieser stellt aus umfangreichen Listen immer wieder neue Bildbeschreibungen zusammen. Zufällig kombiniert werden unter anderem verschiedene Räume, Einrichtungsgegenstände, Personen, Altersgruppen, Berufe, Erscheinungsmerkmale, Pflanzen, Tiere, Handlungen und Stimmungen. Auch ungewöhnliche oder unlogische Kombinationen sind ausdrücklich Bestandteil des Systems.
Auf diese Weise entstanden zahlreiche eigenständige Innenraumszenen, die anschließend als Bildpool für House of Pain verwendet werden. Das Programm sorgt dafür, dass die Bilder innerhalb eines Durchlaufs nicht wiederholt werden. Erst nachdem der vorhandene Bildbestand durchlaufen wurde, beginnt eine neue Runde.
Die Installation besitzt deshalb keinen festgelegten Film und keine vorgegebene Dramaturgie. Bildauswahl, Fensterwechsel und zeitlicher Ablauf werden während der Laufzeit immer wieder neu zusammengesetzt. Die grundlegenden Regeln bleiben gleich, die konkrete Abfolge ist jedoch bei jedem Durchlauf unterschiedlich.
House of Pain verbindet damit KI-generiertes Bildmaterial mit einer programmierten, zufallsgesteuerten Präsentation.
Jahr: 2025